13.01. Mainz

 

Putin und der Westen nach der Krim

Knapp 100 Gäste hatten sich zur ersten Veranstaltung des Forums Mainz der Deutschen Atlantischen Gesellschaft im Institut Français eingefunden. Gastredner der Auftaktveranstaltung in 2015 war General a.D. Dr. Klaus Reinhardt, der zum Verhältnis des Westens zu Russland nach den Ereignissen auf der Krim referierte.

Durch sein völkerrechtswidriges Vorgehen in der Ukraine habe Russland die stabil geglaubte Sicherheitsarchitektur in Europa erschüttert. Dies hat den Westen zu scharfen Reaktionen veranlasst. Und das Verhältnis des Westens zu Russland habe spätestens seit der Annexion der Krim durch Russland einen Tiefpunkt erreicht. Der Westen bewerte das Verhältnis zu Russland nun völlig neu.

Dennoch müsse man sich darüber im Klaren sein, dass eine Stabilisierung der strategischen Lage in Europa nur mit und nicht gegen Russland möglich sei. Es gebe durchaus Felder auf denen der Westen auch jetzt erfolgreich mit Russland zusammenarbeite, u.a. bei den Verhandlungen mit dem Iran über dessen Atomprogramm. Zudem baue der Westen beim Abzug seiner Truppen aus Afghanistan u.a. auch auf die Kooperation mit Russland. Diese Felder gelte es als Anknüpfungspunkte für einen kostruktiven Dialog zu nutzen.

Gerne nutzten die Gäste im Anschluss an den Vortrag und die lebhafte Diskussion noch die Möglichkeit sich untereinander und mit dem Referenten auszutauschen.

Michael Simon