Kommadeur des Kommandos Spezialkräfte in Mainz

Am 15. Juni 2016 begrüßte der Leiter des Forum Mainz, Generalmajor a.D. Christian Millotat, den 8. Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr, Brigadegeneral Dag Baehr, zum Vortrag über sein Kommando in Calw. Der Referent trug virtuos vor, dass bis zur Aufstellung des KSK am 20. September 1996 die Bundeswehr über keine Einsatzkräfte verfügt habe, die besondere Aufgaben von strategischem Interesse wie die Rettung deutscher Staatsbürger im Ausland und das Festsetzen von Kriegsverbrechern in Krisengebieten übernehmen konnten.

DSC00904Die Soldaten würden speziell für solche Einsätze ausgewählt und ausgebildet und es werden hohe Anforderungen an ihre Leistungsfähigkeit gestellt. Das KSK habe Einsätze auf dem Balkan, in Afghanistan und in weiteren internationalen Krisenregionen gehabt. Immer wieder werde im politischen Umfeld diskutiert, inwieweit das KSK seine Einsätze, vor allem seine Verluste, offenlegen müsse.

In seinem Vortrag ging Brigadegeneral Baehr auch auf die Strukturen des KSK ein. Er stellte die Organisationen und militärischen Vorgesetzten vor, denen er untersteht und denen er zu berichten hat, darunter dem Generalinspekteur der Bundeswehr, dem Einsatzführungskommando und den Inspekteuren der Bundeswehr.

Die anschließende Aussprache verlief lebendig. Inhalte waren Waffen und Ausrüstung des KSK, seine Abgrenzung zu Polizeikräften und die Frage, ob Frauen in ihm dienen. Zu dieser Frage waren die Konturen, die Baehr vortrug, noch unscharf. Er führte aus, bisher habe sich noch keine Frau dem harten Auswahlverfahren beim KSK gestellt. Der Abend klang mit einem geselligen Beisammensein aus, bei dem der Referent von Fragestellern regelrecht umlagert wurde. Am 20. Juli 2016 wird der Direktor der Schweizer Militärakademie an der ETH Zürich, Brigadier Moccand, über seine Armee und die Ausbildung an seinem Institut referieren.