Ein Stück USA in Kalkar

Volles Haus in der von-Seydlitz-Kaserne

Kalkar – Einen Sicherheitspolitischen Vortrag wie er aktueller nicht hätte sein können, erlebten die über 400 Besucher des traditionellen Wintervortrages in der von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar am vergangenen Dienstag, den 31. Januar 2017. Darunter über 70 Schüler des Berufskollegs Geldern und des Gocher Internats Collegium Augustinianum Gaesdonck.

Volles Haus „Mit über 400 Besuchern war der Saal in der Kaserne in Kalkar bis auf den letzten Platz besetzt“

Als Referent war an diesem ersten Vortrag des Jahres 2017 der renommierte USA-Kenner, Diplom-Politologe Wolfgang Stützer, der Einladung des Kommandeurs Zentrum Luftoperationen, Generalleutnant Joachim Wundrak, der gemeinsam mit dem Regionalleiter Niederrhein der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, Oberstleutnant a. D. Michael Urban, eingeladen hatte, gefolgt. Ebenfalls die ersten Bürger der Garnisonsstädte Kalkar und Uedem, Frau Dr. Britta Schulz und Herr Rainer Weber, ließen es sich nicht nehmen, ihre Aufwartung in der Kaserne zu machen.

Nur wenige Tage nach der Amtsübernahme des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten war die Themenwahl „In verworrenen Zeiten: Außen- und Sicherheitspolitik von Ronald Reagan zu Donald Trump“ derart aktuell, dass sich die Organisatoren vor Anmeldungen kaum retten konnten.

„Selten unterlag ein Thema so vielen täglichen Änderungen und Neuerungen“ betonte der Vortragende in Anspielung auf die durch Donald Trump eben erst herausgegebenen Dekrete. Auch daher rührte wohl der rege Zuspruch an Besuchern und die hohe Anzahl der zu beantwortenden Fragen im Anschluss an seine Ausführungen. „Trump ist nicht ganz unschuldig an der Skepsis der Menschen in Amerika“, betonte Stützer, „aber warum meinen wir Europäer immer, die Amerikaner müssen alles uneigennützig tun, während wir unsere eigenen Interessen verfolgen“. Zudem seien viele durch Trump herausgegeben Ideen gar nicht neu, gab der Vortragende zu bedenken.

Viele seiner Ausführungen wurden noch ausgiebig diskutiert. So war es nicht verwunderlich, dass der Abend länger wurde als üblich. Das Publikum war zufrieden und spendete dem Referenten lang anhaltenden Applaus. Vom Gastgeber Generalleutnant Wundrak gab es ein Gastgeschenk und die Erkenntnis, dass weiterhin Fragen über Fragen existieren, deren Antworten erst die Zukunft bringen wird. Für den Weg nach Hause gab es dann noch etwas zum Nachdenken für alle Besucher: „Was machen wir eigentlich, wenn Donald Trump Erfolg haben sollte?“

Text: Philippe Stupp / Luftwaffe
Fotos: Sebastian Wassenberg / Luftwaffe

Die Veranstaltung in der Presse.