Anniversary Spring Essay Competition

In diesen Tagen jährt sich sowohl die Gründung der Parlamentarischen Versammlung (PV) der NATO als auch die Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in das transatlantische Bündnis zum 60. Mal. Um diesen Anlass gebührend zu feiern und zugleich auch einen Blick auf die zukünftige Entwicklung der Allianz zu werfen, richtete die Deutsche Atlantische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit YATA Germany, dem internationalen Sekretariat der NATO-PV und der deutschen Delegation bei der Versammlung einen internationalen Essaywettbewerb aus.  

Eine unabhängige Expertenjury wählte aus einer ganzen Reihe interessanter Diskussionsbeiträge zur Frage, welche Rolle Deutschland in Zukunft in der Welt spielen solle und in welchen Feldern man durchaus mehr Verantwortung übernehmen könne, drei Gewinneressays aus. Diese und ihre Verfasser möchten wir Ihnen im Folgenden genauer vorstellen.

 

Werner_Julian Julian K. Werner (München) widmete sich der Frage, welche realpolitischen, moralischen und pragmatischen Aspekte in der Diskussion um die deutsche Rolle im Bündnis und darüber hinaus zu beachten und für die konkrete außen- und sicherheitspolitische Ausgestaltung entscheidend sind. Sein Essay „A take on Germany´s responsibility in the world“ finden Sie hier.

Julian Werner bestand vor kurzem erfolgreich das Assessment Center für Führungskräfte der Bundeswehr und wird in diesem Jahr seine Ausbildung zum Offizier beginnen. Gleichzeitig wird er in Hamburg an der Helmut-Schmidt-Universität Geschichte studieren. Vor seiner Laufbahn bei der Bundeswehr studierte Julian Werner Jura an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und arbeitete dort als studentischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für internationales Recht.

Auf Einladung der Parlamentarischen Versammlung wird er vom 15. bis 18. Mai 2015 gemeinsam mit anderen internationalen Essaygewinnern die Möglichkeit haben, an der Frühjahrssitzung der PV in Budapest teilzunehmen und auch die Arbeit der deutschen Delegation besser kennenzulernen.

 

Schulze_Timm Timm Schulze (Passau) argumentiert in seinem Beitrag, eine Debatte über mehr internationale Verantwortung Deutschlands sei unabdingbar wenn das Bündnis den neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen gerecht werden kann. Auch wenn die Frage, wie ein solches zusätzliches Engagement aussehen könne, bisher unbeantwortet bleiben muss, könnten aktuelle Beiträge erste Schritte in diese Richtung sein. Sein Essay „Evolving Responsibility – Germany’s NATO Membership at Sixty“ finden Sie hier.

Timm Schulze ist zurzeit Bachelorstudent im Fach Governance and Public Policy an der Universität Passau. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen regionale Integration, transatlantische Beziehungen und Religion in den internationalen Beziehungen. Neben seinem Studium arbeitet Timm Schulze als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für internationale Politik und engagiert sich seit September 2014 als gewähltes Mitglied im Studierendenparlament seiner Universität.

Auf Einladung der Parlamentarischen Versammlung wird er vom 09. bis 12. Oktober 2015 gemeinsam mit anderen internationalen Essaygewinnern an der Herbstsitzung der PV in Stavanger teilnehmen und dort hochkarätige sicherheitspolitische Diskussionen unmittelbar erleben können.

 

Bewerbungsfoto von audimax Medien - Foto: Marcus Kästner Gregor Burkart (Vallendar) geht in seinem Essay der These vom deutschen, historisch bedingten, „Sonderweg“ nach. So spiegelt die Diskussion um eine neue deutsche Verantwortung nicht nur einen historischen Reifeprozess der sicherheitspolitischen Integration wider, sondern auch stark unterschiedliche innen- und außenpolitischen Erwartungen darüber, welche konkreten politischen Folgen eine aktivere deutsche Rolle im Bündnis und darüber hinaus haben sollte. Sein Essay finden Sie hier.

Gregor Burkart studiert an der WHU – Otto Beisheim School of Management Business Administration & Corporate Management im Bachelor. Aufgrund seines Interesses an internationalen Beziehungen studierte Gregor Burkart bereits in Südafrika, Argentinien sowie in China und nahm ebenfalls am Model United Nations in New York teil. In seiner Freizeit spielt er gerne Jazz-Piano und trainiert für seinen zweiten Marathon.